Jürgen´s Fahrschule

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Aktualisiert 05. Juni 2018

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Änderungen der Führerscheinklassen ab 2013

Am 19.01.2013 treten einige Änderungen zur Fahrerlaubnis in Kraft. Nur Führerscheine, die ab diesem Datum ausgestellt werden, sind von etwaigen Einschränkungen gegenüber der alten Regelung betroffen. Für alle, deren Fahrerlaubnis vor dem Stichdatum ausgestellt wurde, gilt Bestandschutz. Von Verbesserungen und Erweiterungen der Fahrerlaubnis profitieren dagegen alle Führerscheinbesitzer.

Sowohl Führerscheininhaber als auch Führerscheinbewerber, die sich überlegen im Laufe des Jahres 2012 mit ihrer Ausbildung zu beginnen, sollten wissen was sie im nächsten Jahr erwartet.
Stichtag für die Umstellung des bisherigen in das neue Führerscheinrecht ist der 19. Januar 2013.

Doch was ändert sich eigentlich?

Befristung der Führerscheindokumente
Ab dem 19.01.2013 ausgestellte Führerscheine, die bisher unbefristet erteilt wurden, werden auf den maximal zulässigen Zeitraum von längstens 15 Jahren befristet. Auch nach dieser Frist werden die Führerscheindokumente nur verwaltungsmäßig umgetauscht, d.h. der Umtausch wird mit keiner ärztlichen oder sonstigen Untersuchung verbunden. Bis 2033 sind zusätzlich alle bisher unbefristet ausgestellten Führerscheine erstmalig umzutauschen. Damit wird die durch die Richtlinie längst mögliche Umtauschfrist ausgenutzt. 
Im Rahmen dieser Umstellung wird das Führerschein-Scheckkartenmodell angepasst und die Sicherheitsmerkmale optimiert.

Neuordnung der Führerscheinklassen
Neben der Anpassung der nationalen Klasse M in die neue EU-Klasse AM werden auch dreirädrige Fahrzeuge (Trikes) in Abhängigkeit ihrer Motorleistung in die A-Klassen integriert.
Der Bedeutung des sukzessiven Erfahrungsaufbaus von Fahranfängern wird bei den Motorradklassen durch die Regelungen des „Stufenführerscheins“ Rechnung getragen. Wer zunächst die Fahrerlaubnis in einer weniger starken Leistungsklasse erwirbt, erhält leichteren Zugang zur nächst höheren Fahrerlaubnisklasse. Allerdings erhält man nach 2 Jahren nicht mehr automatisch die uneingeschränkte Klasse A, wie dies bei der Klasse A beschränkt bisher noch möglich ist. Dafür ist der Direkteinstieg bereits mit 24 Jahren möglich.

Bei der Klasse B wird die Anhängerregelung durch den Wegfall der komplizierten Randbedingungen über die verschiedenen Gewichte einfacher. Zukünftig wird man alle Anhänger mit mehr als 750 kg ohne Einschränkung fahren können, die in der Summe der zulässigen Gesamtmassen von Zugfahrzeug und Anhänger 3,5 t nicht überschreiten. Zusätzlich besteht die Möglichkeit im Rahmen einer Fahrerschulung diesen Wert noch auf 4,25 t zu erweitern. Dies wird im Führerschein durch die Schlüsselnummer 96 kenntlich gemacht.

Wer sich jedoch im Anhängerbetrieb alle Möglichkeiten offen halten will, sollte direkt die Klasse BE erwerben. Hier wird lediglich die zulässige Gesamtmasse des Anhängers auf 3,5 t beschränkt. Wer dann noch schwerere Anhänger fahren möchte, muss die Klasse C1E erwerben. Auch bei dieser Klasse fallen die Randbedingungen hinsichtlich der Gewichte in Zukunft weg. Es gilt auch hier die Summe der zulässigen Gesamtmassen, jedoch bei C1E von 12t.

Wichtig:
Bei der Ermittlung der erforderlichen Fahrerlaubnis finden auch weiterhin Stütz-, Sattel- bzw. Aufliegelasten keine Berücksichtigung und dürfen nicht abgezogen werden. Die EU-Führerscheinrichtlinie betrachtet bei Zugkombinationen grundsätzlich Zugfahrzeug und Anhänger getrennt voneinander.

Bei den Klassen C und CE ist das Mindestalter auf 21 Jahre und bei der Klasse D auf 24 erhöht worden. Eine Reduzierung auf 18 bei den Klassen C/CE und 21 oder 20 Jahre  bei der Klasse D ist lediglich im Rahmen der Qualifizierung nach dem Berufskraftfahrer-Qualifizierungsgesetz oder der Ausbildung zum Berufskraftfahrer weiterhin möglich.

Wichtig zu wissen ist, dass der Umfang einer bis zum 18.01.2013 erworbenen Fahrerlaubnis erhalten bleibt. Allerdings bringt ein späterer Erwerb teilweise auch Vorteile. Wer also noch den Führerschein aufgrund seines Mindestalters bis zum 18.01.2013 erwerben kann, muss sich über die Vor- und Nachteile im Klaren sein und entsprechend entscheiden.

 Details der Änderungen:
Die fahrerlaubnisspezifischen Änderungen der 3. EU-Führerscheinrichtlinie treten am 19. Januar 2013 in Kraft.

1.   Neue Klasse AM (entspricht Klasse M)

  • Einbeziehung auch dreirädriger Fahrzeuge und vierrädriger Leichtkraftfahrzeuge bis 45 km/h (jetzige Klasse S)
  • Das Mindestalter beträgt weiterhin 16 Jahre
  • Für den Fahrerlaubniserwerb drei- und vierrädriger Kraftfahrzeuge dieser Klasse ist die Prüfung auf einem Kraftrad der Klasse AM erforderlich

2. Klasse A1

  • Einbeziehung dreirädriger Fahrzeuge bis zu einer Leistung von 15 KW, die bisher in die Klasse B zugeordnet wurden
  • Ergänzung der Merkmale der Krafträder um das maximale zulässige Verhältnis von Leistung zur Leermasse von 0,1 kW/kg
  • Anpassung der Anforderungen an das Prüfungsfahrzeug; Hubraum mindestens 120 ccm, Vmax mindestens 90 km/h und Verhältnis von Leistung zur Leermasse nicht mehr als 0,1 kW/kg
  • Wegfall der nationalen Stufenregelung (Vmax 80 km/h bis zum 18. Lebensjahr).

3. Klasse A2 (bisherige Klasse A beschränkt)

  • Änderung der Merkmale der Krafträder auf eine Leistung von max. 35 KW und einem maximalen Verhältnis von Leistung zum Gewicht bis 0,2 kW/kg
  • Anpassung der Anforderungen an das Prüfungsfahrzeug auf mindestens 25 KW und einem Hubraum von mindestens 400 ccm

4. Klasse A

  • Einbeziehung dreirädriger Fahrzeuge mit einer Leistung von mehr als 15 KW, die bisher in die Klasse B zugeordnet wurden; Mindestalter 21 Jahre
  • Änderung der Merkmale der Krafträder auf eine Leistung von mehr als 35 KW oder dem Verhältnis von Leistung zum Gewicht von mehr als 0,2 KW/kg
  • Reduzierung des Mindestalters beim Direkteinstieg auf 24 Jahre (bisher 25 Jahre)
  • Anpassung der Anforderungen an das Prüfungsfahrzeug auf mindestens 40 KW und einen Hubraum von mindestens 600 ccm
  • Zum Direkterwerb der Klasse A ist eine theoretische und praktische Prüfung erforderlich (kein automatischer Erwerb nach zweijährigem Besitz der Klasse A2)

5. Stufenregelung bei den A-Klassen

  • Beim Erwerb der Klasse A2 von A1 bzw. A von A2 und dem Vorbesitz der entsprechenden Klasse von mindestens 2 Jahren entfällt eine theoretische Prüfung
  • Für die Klassen A2 bzw. A ist nur eine verkürzte praktische Prüfung erforderlich

6. Klasse B

  • Mit der Klasse B dürfen grundsätzlich Zugkombinationen bis 3,5t zulässiger Gesamtmasse (zGM) gefahren werden (bei Anhängern mit mehr als 0,75t zGM)
  • Die Rahmenbedingung, dass die zGM des Anhängers nicht größer sein darf als die Leermasse des ziehenden Fahrzeugs entfällt

7.  Klasse B 96 (Codeschlüsselzahl 96)

  • Mit der Klasse B 96 dürfen Zugkombinationen von 3,5t bis 4,25t zulässiger Gesamtmasse (zGM) gefahren werden (bei Anhängern mit mehr als 0,75t zGM)
  • Der Erwerb erfolgt mittels einer Fahrerschulung nach Anlage 7a der FeV durch eine Fahrschule bzw. einen Fahrlehrer

8. Klasse BE

  • Die maximal zulässige Gesamtmasse des Anhängers darf 3,5t betragen
  • Bei mehr als 3,5t zGM ist grundsätzlich die Klasse C1E erforderlich

9. Klasse C1E

  • Die Rahmenbedingung, dass die zGM des Anhängers nicht größer sein darf als die Leermasse des ziehenden Fahrzeugs entfällt
  • Es dürfen somit alle Zugkombinationen bis 12t zGM gefahren werden
  • Dabei ist weiterhin zu beachten, dass zur Fahrerlaubnisklassifizierung die zulässigen Gesamtmassen des Zugfahrzeugs und des Anhängers addiert werden. Stütz- und Aufliegelasten bleiben unberücksichtigt

10. Klasse C und CE

  • Erhöhung des Mindestalters auf 21 Jahre (die Vorschriften des Artikels 5 der Verordnung (EWG) Nr. 3820/85 bleiben unberührt)
  • Die Fahrerlaubnis kann mit 18 Jahren erworben werden:
    a) nach erfolgter Grundqualifikation nach § 4 Abs. 1 BKrQG
    b) für Personen während oder nach Abschluss einer Berufsausbildung nach
    1. dem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf „Berufskraftfahrer/ Berufskraftfahrerin“,
    2. dem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf „Fachkraft im Fahrbetrieb“ oder
    3. einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf, in dem vergleichbare Fertigkeiten und Kenntnisse zum Führen von Kraftfahrzeugen auf öffentlichen Straßen vermittelt werden

11.   Klasse D

  • Erhöhung des Mindestalters auf 24 Jahre (die Vorschriften des Artikels 5 der Verordnung (EWG) Nr. 3820/85 bleiben unberührt)
  • Die Fahrerlaubnis kann mit 23 Jahren erworben werden: nach beschleunigter Grundqualifikation durch Ausbildung und Prüfung nach § 4 Abs. 2 BKrQG
  • Die Fahrerlaubnis kann mit 21 Jahren erworben werden: nach erfolgter Grundqualifikation nach § 4 Abs. 1 BKrQG oder nach beschleunigter Grundqualifikation durch Ausbildung nach § 4 Abs. 2 BKrQG im Linienverkehr bis 50 km
  • Die Fahrerlaubnis kann mit 20 Jahren erworben werden: für Personen während oder nach Abschluss einer Berufsausbildung nach
    1. dem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf „Berufskraftfahrer/ Berufskraftfahrerin“,
    2. dem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf „Fachkraft im Fahrbetrieb“ oder
    3: einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf, in dem vergleichbare Fertigkeiten und Kenntnisse zum Führen von Kraftfahrzeugen auf öffentlichen Straßen vermittelt werden
  • Die Fahrerlaubnis kann mit 18 Jahren erworben werden: für Personen während oder nach Abschluss einer Berufsausbildung nach
    1. dem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf „Berufskraftfahrer/ Berufskraftfahrerin“,
    2. dem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf „Fachkraft im Fahrbetrieb“ oder
    3. einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf, in dem vergleichbare Fertigkeiten und Kenntnisse zum Führen von Kraftfahrzeugen auf öffentlichen Straßen vermittelt werden
    im Linienverkehr bis 50 km.